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Die Pest, die ihren Ursprung in Ostasien hatte, verbreitete sich durch Osteuropa und kam im Mai 1710 nach Riga um dann mit Soldaten nach Schweden zu gelangen. Nach Älmeboda ist sie vermutlich über Karlskrona gekommen. Die ersten Todesfälle hatte man im November 1710. Von den Verwaltungen wurde ein Reiseverbot für die pestverseuchten Gebieten verfügt und außerdem das Räuchern mit Wachholder und Baumteer verordnet da man glaubte es würde die Luft reinigen. Neben dem Glockenturm bei der Kirchenruine befindet sich ein Gedenkstein der an die schweren Zeiten von 1710 und 1711, da die Pest in der Kirchengemeinde wütete, erinnern soll. Die Inschrift ist in Latein und lautet: "Im Jahre 1711 starben viele aus dieser Kirchengemeinde an der Pest. Pfarrer war zu dieser Zeit Magister Magnus A. Megalinus." Besonders schlimm war die Unkenntnis darüber wie die Ansteckung der Pest vor sich ging. So glaubte man irrtümlicherweise, dass es die Beulenpest wäre die sich nur über Bisse von Läusen verbreite und nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden könne. Wie viele in Älmeboda an der Pest starben ist unklar, denn das Begräbnisbuch hat für die entsprechenden Jahre unvollständige Eintragungen. Magnus Megalinus notierte die an der Pest Verstorbenen von November 1710 bis 1712. Viele, von denen er keine Namen erhielt oder die er nicht selber beerdigte, wurden nicht registriert. Es war nämlich streng verboten die an der Pest gestorbenen zu den Friedhöfen zu bringen. Sie mußten auf besonderen, von der Kirchengemeinde extra eingerichteten Pestfriedhöfen begraben werden. Doch viele Beerdigungen fanden in der Nacht innerhalb der Friedhofsmauern statt, denn man wollte die Toten nicht auf den unseligen Pestfriedhöfen beisetzen. Es gibt Angaben die von 400 Toten sprechen, das bedeutet das ein Drittel der Gemeinde an der Pest starb.
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