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Das Reservat umfasst 71 ha. Davon ist das Kerngebiet mit seinem 100 jährigen Fichten- und Buchenmischwald ca. 10 ha groß. Ansonsten dominiert der Nadelwald. Die dazu gehörige Seefläche beträgt 1 ha. Die Absicht des Reservats ist es, daß der Mischwald bestehend aus Fichten und Buchen, sich kontinuierlich auf hochproduktivem Land frei und der natürlichen Dynamik folgend entwickeln kann und somit der große Naturwert erhalten bleibt. Der Wald von Siggaboden war früher schon Reservat und gehörte damals den staatlichen Forsten (Domänverket) heute (Assidomän). Nach einem Beschluss der Kreisverwaltung vom 19. Juni 1995 erklärte man das Gebiet zu einem Naturreservat. Es befindet sich nun im Besitz der Naturschutz- verwaltung (Naturvårdsverket).
Der Wald im Naturreservat ist ein sehr alter und relativ unberührter Mischwald. Hier treffen sich Fichten aus dem Norden und Buchen aus dem Süden an der Grenze ihres natürlichen Verbreitungsgebietes um nun auf dem hoch produktiven, doch in seinem Kerngebiet sehr felsigen Grund zu konkurrieren. Beide Buche und Fichte sind Schatten unempfindlich und verjüngen sich leicht unter dem jetzigen Bestand. Dieser Mischwald hat einen besonders großen allgemeinökologischen Wert. Eine Pollenanalyse hat gezeigt, das das Gebiet als Wald ununterbrochen seit mehr als 2700 Jahren besteht. Die Buchen kamen vor ca. 950 Jahren nach einem kleineren Waldbrand in das bis dahin von Eichen, Linden und Haselnuss dominierte Waldgebiet. Die Fichte nahm ihren Einzug erst vor ca. 200 Jahren.
Das Gebiet von Siggaboda ist zoologisch äußerst interessant, denn hier findet man eine Fauna mit vielen verschiedenartigen Insektensorten was einzigartig für diese Gegend und eine Seltenheit in Schweden ist. Diese Arten sind gebunden an die alten Buchenwaldbestände. Ca. 20 dieser Arten sind bedroht, ernsthaft gefährdet oder bedürfen besonderer Rücksichtnahme entsprechend der Klassifizierung der Artendatenbank . Einige dieser Arten sind ........... Svartoxe, Bokblombock, Bronshjo, Enfärgad Barksvartbagge, Kolsvart Kamklobagge sowie Jättesvampmal.
Die botanischen Werte von ungewöhnlichen Moosen, Flechten und Pilzen sind enorm groß für den Landkreis. In der Gegend gibt es 153 Moosarten, davon sind 7 als gefährdet klassifiziert. Zu nennen wäre da das Aspfjädermossa, das ein Indikator für langen kontinuierlichen Waldbestand ist. Im Kerngebiet des Buchen- und Fichtenmischwaldes findet man die meisten Arten. Ca. 20 verschiedene Flechtenarten hat man gefunden, auch sie sind ein Indikator für langen kontinuierlichen Waldbestand. Sämtliche Arten davon findet man an Buchen. Unter den Pilzen findet man 8 gefährdete und ca. 40 sehr seltene Arten. Der Fund des Pilzes Mucronella bresadole ist der 2. Fund in Schweden.
Der mit orange markierte Wanderweg ist ca. 2,5 km lang. Den Snapphanestein passiert man ca. 200m östlich vom Svarta Gyl. Hier befindet sich auch der älteste Fichtenbestand des Reservats, teilweise ein richtiger "John Bauer Wald" mit einer dicken Moosdecke auf Steinen und Waldboden. Bevor man die Autostraße in östlich - westlicher Richtung erreicht, kann man den natürlichen Kampf zwischen Fichten und Buchen studieren, genau dort, wo man den lange unberührten und sehr steinigen Teil des Reservates passiert. Hier findet man viele sterbende und abgestorbene Bäume, einige davon sind sehr mächtig. Für den, der nur diesen Teil des Reservates besuchen möchte gibt es einen ca. 400 m langen, blau markierten Rundweg.
Sei besonders achtsam mit dieser einmaligen Natur !
Wenn die Decke aus Flechten und Moosen, die Steine und Waldboden bedeckt, beschädigt wird, dauert es viele Jahrzehnte bis der alte Zustand wieder hergestellt ist. Bleibe daher auf den markierten Wegen. Trete nicht das Moos und die Flechten nieder und klettre bitte nicht auf Steine und Felsblöcke. Berühre auch nicht die Flechten die von den Zweigen herunter hängen. Kinder lieben und benötigen das Klettern - doch lass sie es außerhalb des Reservates tun - nicht hier wo die sehr empfindliche Natur Schaden nehmen kann. Kommst Du mit einer Gruppe - so informiere sie über die Vorsicht die gefordert ist und geht im Gänsemarsch hinter einander damit der Weg nicht in die Breite getreten wird. Genieße die Natur in vollen Zügen - Auf ein baldiges Wiedersehen !
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